Der Faustschlag gegen die metallene Wand seines Schlachtrosses hallte unnatürlich durch das innere der Station. Nur ein zufälliger Blick innerhalb eines Sekundenbruchteils auf das vergilbte Plakat und das Verdrängte war wieder lebendig. Bild um Bild dieser einstigen Hölle stachen mit brachialer Gewalt in das innere Auge um den Schmerz wieder und wieder durchleben zu lassen.
«Für die Freiheit…»
Wo war diese Freiheit, als nach und nach die Schiffssysteme seiner einstigen Handelsflotte versagten? Als nach einem Sprung in das Quivira System, um dringende medizinische Versorgungsgüter zu liefern, die Hölle um sie herum ausgebrochen war. Trotz mehrmaliger, flehender Funksprüche wollte keinerlei Vernunft diesen Blutrausch beenden. Sämtliche Hilfsgüter und fast das gesamte Vermögen der einst so angesehenen Familie gingen damals in Flammen auf.
Aber zum Teufel noch mal: WO WAR DIESE VERDAMMTE FREIHEIT, als zu guter Letzt sein ein und alles – seine Geliebte Leila und seine kleine Tochter – mit der explodierenden Schiffswand seines Flottenkönigs blutrünstig aus seinem Leben gerissen wurden?
Dieser Krieg hatte Zuviel gefordert. Mehr als ein Mann imstande war zu geben…
Und doch: Nach schier endlosen Jahren als Söldner, Kopfgeldjäger oder Auftragskiller um all diese Schmerzen und den endlosen Hass auf ein Ziel zu richten, hatte dieses Plakat einen Funken geweckt. «Aid» war das Zeichen von Hoffnung während diesen grausamen Kriegen. Als Hilferuf vieler appellierte es an die Vernunft der Piloten, sich gegenseitig mit ihren verbliebenen Schiffen zur Seite zu stehen und den Schauplatz dieses Verbrechens möglichst schnell zu verlassen. Viele flohen aus Quivira und konnten dies auch nur dank des Zusammenhalts, welchen diese neu gewonnene Allianz bot. Und auch ihm wurde das Leben durch eben einen solchen Piloten gerettet.
Jay hatte Gerüchte gehört, dass sich dieser Zusammenhalt seit den Kriegen von einst zu einer kleinen Gruppe formierte, welche sich weiterhin für Demokratie und Menschenrechte in den gepeinigten Systemen einsetzt. Doch mehr als Gerüchte waren es bis jetzt nicht geblieben. Und jetzt stand er vor diesem vergilbten Plakat innerhalb des Perez Rings und wusste zum ersten Mal nach dem Tod seiner Familie nicht, in welche Richtung er gehen sollte. Er hatte unzählige Leben ausgelöscht, in der festen Überzeugung seine Familie zu rächen und folgte stetig dem blinden Hass der Verzweiflung.
Und dann war da plötzlich die Erinnerung an eine helfende Hand, an seinen damaligen Retter, welcher Ihm den Weg in die Freiheit, weg vom Krieg und den Schmerzen zeigen wollte. Und er fragte sich zum ersten Mal, ob er nach dieser Tragödie den richtigen Weg eingeschlagen hatte…
[16.11.3301, 23:00, Perez Ring, Liberté Lounge]
Er wusste nicht recht, wieso er genau diese Lounge ausgesucht hatte. Sie befand sich in einem der äusseren, weniger hellstrahlenden Bereichen des Rings. Die Luft roch abgestanden und verbraucht und die Einrichtung hatte wie die Anwesenden Gäste schon bessere Tage gesehen. Für den täglichen Absturz vor der Nachtruhe war sie aber genauso gut wie jede andere Spelunke in dieser Station.
«Bier und eine Flasche Whisky!» brummte er den Barkeeper an. Der letzte Kopfgeldauftrag hatte einen grossen Batzen an Credits eingebracht und so waren Techniker gerade dabei, einen neuen Plasmawerfer an seinem Schlachtross zu montieren. Der alte hatte beim letzten Kampf einen Treffer zu viel abbekommen und wurde irreparabel beschädigt. Wenn es gut ging, wäre er in zwei bis drei Stunden wieder einsatzbereit. Genug, um sich ordentlich abzufüllen und einem Möchtegern Aufschneider eine Tracht Prügel zu verpassen.
Langsam drehte er die fast leere Whisky Flasche in seinen Fingern und starrte durch die Flüssigkeit hindurch ins Leere. «Für die Freiheit!» hallte der Satz immer und immer wieder von seinem inneren Schädelknochen. Er spülte das verblassende Bild seiner Familie mit dem letzten Schluck hinunter und starrte Kampflustig in die Runde…
... CMDR Jay "Fuchs" Wiseman
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Hoi CMRDs!
About me:
Nach längerem Hin und Her habe ich mich dazu bewogen, eine Spielergemeinschaft zu suchen, welche in etwa in der gleichen Bereichen unterwegs ist. Im RL heisse ich Christian bin 34 Jahre jung und wohne am nördlichen Rand der Schweiz. Im Elite Universum fliege ich jetzt schon länger und spiele überwiegend am Donnerstagabend und immer mal wieder auch an Wochenenden oder Gelegenheitstagen alleine oder mit einem Kollegen zusammen. Da ich nicht jeden Abend online bin und somit (meistens) eher zu den Gelegenheitsspielern zähle wünsche Ich mir eine Gruppe von Mitstreitern, wo spontanes Zusammenspiel möglich ist. Auf Grund von Geschäftsreisen oder sonstigen Verpflichtungen kann es auch hin und wieder vorkommen, dass ich zwei bis drei Wochen "absent" bin.
Warum "The Allies":
Nach längerem Mitlesen auf elitedangerous.de und ersten spontanen Events mit den PDK suche ich nach einem Büdnis, welches die Allianz unterstützt (allein aus der Story, welche ich bis jetzt mitbekommen habe) und in allen Bereichen des Spiels tätig ist. Als ich dann in Euerem Forum noch verschiedene Rollenspielelemente gefunden habe, dachte ich mir, ich frag einfach mal an.
Tätigkeiten Ingame:
Ingame habe ich mich bis jetzt Hauptsächlich - wie man es hoffentlich in der Einleitung des Piloten sieht - der Kopfgeldjagt und dem Credits verdienen durch Kämpfe in Kriegszonen oder Auftragskills usw. verschrieben. Ich fliege mein Schlachtross (eine FDL) und versuche mich seit Neuerstem beim Mining mit dem grossen Wahlross. Grundsätzlich bin ich für alles offen und habe auch Spass am CQC oder an PVP Aktionen. Meistens bin ich im Open anzutreffen, ausser es fehlt gerade das notwendige Kleingeld für einen Versicherungsschaden oder wenn Neues ausprobiert wird. Heimatsystem ist aktuell Alioth, also bei Euch ums Eck

Gerne schau ich bei Euch im Teamspeak vorbei und würde mich auf eine Möglichkeit zum Kennenlernen freuen!
Grüessli
Christian / Jay / Fuchs